Montag, 30. Januar 2012

Rosenbegleiter 2

Für etwas schattigere Bereiche, die nicht ganz so trocken sind, gibt es ebenfalls viele geeignete Rosenpartner.
Ein neu angelegtes Beet habe ich mit Heuchera und Hosta bestückt und dazwischen purpurfarbene alte Rosen gepflanzt. Die Stauden haben sich im ersten Jahr schon gut entwickelt, die Rosen brauchen noch etwas Zeit. Ich hoffe auf diesen Sommer!
Leider hab ich nur so ein Chaosbild gefunden, was nach meinem Wochenlangen Krankenhausaufenthalt gemacht wurde... :-(

Naja, schnell weiter....

Meine absoluten Favoriten sind ja Geraniums, was die Beetgestaltung angeht.
Die dauerblühende "Rozanne" kann ich euch ganz warm empfehlen..aber ihr müsst ihr etwas Platz einräumen, denn eine Pflanze schafft locker fast einen Quadratmeter. Dabei wuchert sie nicht, sondern schickt ihre blau blühenden Ranken durchs Beet.
Hier wächst sie am Fuße von Clematis Hagley Hybrid und der"Uetersener Klosterrose"
Noch ein dauerblühendes Geranium ist "Tiny Monster" ein Blutstorchschnabel, der recht große, pinkfarbene  Blüten schiebt:
Ich bin gespannt, wie sie mit "Färberkamille "Sauce Hollandaise" und Rosa "Reine de Violettes" aussieht...wenn es sich zu sehr beißt, kommt sie woanders hin...
Ich könnte euch noch viele andere Storchschnäbel zeigen, wollte aber der lieben Katrin keine Konkurrenz machen ;-)
daher lege ich euch noch zwei Stauden ans Herz, die einen Versuch auf jeden Fall lohnen!

Gaura Lindheimeri
Eine kurzlebige Staude mit weißen oder rosa Schmetterlingsblüten, die über dem Beet zu schweben scheinen. Bei mir steht sie sonnig und trocken und säht sich jedes Jahr aus. Einige Pflanzen überwintern auch.
Die ersten Exemplare hatte ich aus mitgebrachtem Samen (von der Insel Jersey) gezogen und mich gleich in sie verliebt. Sie blüht wirklich den ganzen Sommer und drängelt sich überhaupt nicht in den Vordergrund.
und die Wiesenraute, Thalictrum delavayi
finde ich ebenfalls wunderschön!
Sie wird mit ca. 1,5-1,8m recht hoch, aber durch die fragilen Blütchen ist sie gar nicht dominant. Sie sollte etwas feuchter stehen, kommt aber auch auf unserem trockenen Boden zurecht.

Hier sieht man, wie unauffällig sie sich in die Pflanzung einfügt...das Bild ist von August, als die historischen Rosen schon fertig waren mit der Blüte.

Sonntag, 29. Januar 2012

Rosenbegleiter

ich mache hier einfach mal weiter mit meinen Pflanzenportraits.
Denn draußen hat sich jetzt der Winter manifestiert und drinnen ist es für die Pflanzenanzucht noch zu früh, da zu wenig Tageslicht...ich habe die Erfahrung gemacht, dass es früh genug ist, mit den Sommerblumen- und Gemüseaussaaten Ende Februar zu beginnen.
Was wäre die schönste Rose ohne Begleitung? Genau, nur halb so schön.
Ich experimentiere auf unserem Sandboden seit Jahren herum, welche Pflanzen lange Blühen, genügsam sind und den Rosen nicht die Schau stehlen...gar nicht so leicht, aber es gibt fast unendlich viele Möglichkeiten.

Standort sonnig und trocken:

Mein absoluter Favorit in blau, die Katzenminze Nepeta x faassenii 'Walkers Low'!
Blüht sehr lange und ist sehr anspruchslos.
Hier wächst sie vor einer sehr trockenen Südwand mit Spornblume und Rosa "Albertine"



 Genau so Hitzefest und reichblühend, aber in Hellgelb ist die Färberkamille  
Anthemis tinctoria 'Sauce Hollandaise'
Sie blüht nahezu den ganzen Sommer, wenn man sie im Juni nach der ersten Blüte komplett zurück schneidet. Dann bleibt sie auch schön kompakt und kippt nicht um. Das gilt übrigens genau so für die Katzenminze.
Hier hat sich noch der kalifornische Mohn dazu gemogelt.
Ich finde, dieses zarte gelb kann sich durchaus zu rosa Rosen (Fantin Latour) sehen lassen...
 Leider ist die Färberkamille recht kurzlebig. Durch regelmäßige Teilung bleibt sie aber vital und man hat bald eine ansehnliche Schar von Nachkommen.

Auch sehr schön sind die vielen Sorten des Salbei.
Am besten gedeiht bei mir immer noch der normale Gewürzsalbei Salvia officinalis 
Er blüht wunderschön blau, ist absolut frosthart, fast immer grün und irgendwie unverwüstlich...
Ich finde ihn zu hohen Strauchrosen am schönsten...


Es gibt aber auch genügend andere Salbeiarten. die einen Versuch wert sind!

Einige Steppensalbei- Arten habe ich bei mir ausprobiert. Meine neueste Errungenschaft ist der rosafarbene
Salvia nemorosa 'Amethyst', ihn hab ich zur Rosa "Duchesse de Rohan" gepflanzt...


Dienstag, 17. Januar 2012

Die etwas größeren...

Clematis habe ich hier noch gar nicht erwähnt. Also die, die groß genug werden, um sich in Bäume zu schlingen.
Ok, davon habe ich nur drei...aber die möchte ich euch auch gerne zeigen.

Den Anfang macht eine Clematis montana, also eine Bergwaldrebe. Hier gibt es viele schöne Sorten, die meistens weiß oder rosa blühen. Ich zeige euch hier die zartrosafarbene "Elisabeth".
Sie ist ein echter Schnellwachser! Schon nach zwei bis drei Jahren hat sie eine Höhe von 6Metern locker erreicht. Der Blütezeitpunkt erstreckt sich über ca. 4Wochen im Mai und dann bildet sie wahre Blütenwolken.
Meine musste im Sommer 2010 ganz zurückgeschnitten werden, weil die Fichte, die sie berankte, gefällt werden musste. Wie ihr seht, hat sie innerhalb einer Saison tüchtig aufgeholt.
Was auch schön ist, sie duftet ganz leicht nach Vanille...das nimmt man aber erst wahr, wenn man direkt vor ihr steht.
Aus der gleichen Gruppe wächst bei mir noch die Clem. montana Freda.
In einem sehr kräftigen rosaton mit schönem roten Laub berankt sie seit drei Jahren einen ollen Maschendrahtzaun.

Sie ist nicht so starkwachsend wie andere Montanas und lässt sich sehr gut leiten.
Auch sie blüht von Anfang bis Ende Mai, aber durch das rote Laub ist sie den ganzen Sommer attraktiv.

Die Dritte für heute ist auch eine recht groß wachsende Clematis, die schon Zeitig ab Mitte/Ende April blüht. Die Clematis alpina, also die Alpenwaldrebe.
Ich liebe ihre blauen Glöckchen! Sie ist sehr gesund und blühfreudig.

Hier seht ihr die botanische Form, die Glöckchen sind relativ klein, aber dafür zahlreich. Sie wird etwa 3m hoch.

Zum Schnitt kann ich soviel sagen, dass sie eigentlich keinen benötigen (Schnittgruppe1) Wenn sie aber zu groß werden sollten oder unten verkahlen, kann man sie nach der Blüte beliebig kürzen, das vertragen sie gut und sie haben den Sommer über Zeit, neue Blüten zu bilden.
Also ihr seht, Clematis ist eine Pflanzengattung mit vielen Gesichtern und vielen Möglichkeiten. Außerdem sind sie recht unkopliziert, wenn man ein paar Regeln beachtet.
Ich kann sie euch nur ans Herz legen.

Freitag, 13. Januar 2012

Staudenclematis

Mit dieser Art beschäftige ich mich erst seit zwei Jahren, daher habe ich noch nicht so viele Exemplare gesammelt. Was ich aber sagen kann, dass sie sehr gesund sind, absolut frosthart und gut geeignet um sich in Strauchrosen zu schlängeln. Staudenclematis werden sie übrigens deswegen genannt, weil sie im Winter oberhalb des Erdbodens komplett absterben und im Frühjahr wieder neu austreiben.
Anders als die Viticella Clematiden oder die Hybriden, haben Staudenclematis keine Rankorgane und müssen etwas aufgebunden werden.
Es gibt sie in zahlreichen Höhenvariationen von 40cm bis über 2,5m...ihr seht also, ein weites Feld!
Drei Exemplare stelle ich euch vor:
Meine erste Staudenclematis ist die Clem. integrifolia "Juuli"
Eine wunderschöne, sehr früh blühenede Art, die bereits Ende Mai das erste Mal blüht. Sie hat hellblaue Blüten, die erst eine Glöckchenform haben und sich später ganz öffnen.

Eine besonders empfehlenswerte Sorte ist die Clematis texensis "Princess Diana"
Die Texensis zählen zwar nicht ofiziell zu den Stauden, verhalten sich aber so ;-)
Die Diana zeichnet besonders ihre Hitzefestigkeit aus, sie mag trockene, sonnige Standorte besonders gerne.

Letztes Jahr auf dem Pflanzenmarkt am Kiekeberg hab ich die Clematis integrifolia "New Hendersonii"
bei Westphal erstanden. Eine ca. 1,3m hoch werdende Staude mit blau/violetten, großen Blüten.
Sie soll in meine englische Rose "The Pilgrim" hinein wachsen...mal sehen, wie es gelingt.

Zum Thema Staudenclematis gibt es Hier zwei sehr informative Filme !

Donnerstag, 12. Januar 2012

Zur Abwechslung mal Clematis!

Der Garten hat echt nicht viel zu bieten im Moment. Es stürmt und regnet in einem fort, da träume ich doch lieber von den wärmeren Monaten und stelle euch mal ein paar meiner Clematisse vor.

Da ich mit den großblütigen Hybriden auf unserem Sandboden nicht besonders viel Glück hatte (sie bekamen bei mir die Clematiswelke), habe ich mich in den letzten Jahren mit den vielen anderen Clematissorten beschäftigt.
Allen voran die Clematis Viticella Sorten sind sehr gesund, bekommen keine Welkekrankheit und blühen überreich!

Prince Charles zum Beispiel blüht in einem schönen hellblau...
meine Erste in diesem Garten war die Clem. vit. "Prince Charles"
Clem. vit. "Romantika" ist eine sehr dunkle Schönheit
Clematis vit. "Mme Julia Correvon" in rot!


Nochmal die Romantika, hier erkennt man besser die dunkle Farbe
Wunderschön in violett, Clem. vit. "Jorma"
mal was Gefülltes: Clem.Vit."purpurea plena elegans"
..die hätte ich beinahe vergessen! Die Clem. viticella in Urform...
Also die "Mutter" aller Viticellas. Bei mir wächst sie in einen Ahorn hinein.


Diese Clematis sind wie gesagt sehr gesund und blühen reich. Aber sie verlangen nach gut gedüngtem Boden und bei Trockenheit etwas Wasser, sonst bleiben die Blüten klein und mickrig.
Ich gebe ihnen Kompost und, wenn ich drankomme, Pferdemist. Wenn ich keinen Mist bekomme, mache ich Brennnessel- und Beinwelljauche und gieße sie ein paar mal im Jahr damit.

Alle Viticellas sollten übrigens im Winter (Nov./Dez. ich schaffe es meistens nicht vor Januar) hart zurückgeschnitten werden. Also auf 20cm alles abschneiden! Dann treiben sie wieder frisch aus und verkahlen nicht.

Einen ganz tollen Beitrag aus einer noch tolleren Clematisgärtnerei findet ihr hier

Morgen zeige ich euch meine Staudenclematis, auch ein sehr reizvolles Kapitel...

Samstag, 7. Januar 2012

Ramblerrosen

...um sie soll es heute mal gehen.
Meine erste Ramblerrose, die ich in unserem jetztigen Garten gepflanzt habe, war "Pauls Himalayan Musk".
Das war am Anfang meiner Gartenleidenschaft, als ich noch keine Ahnung hatte, welche Wuchskraft solch eine Rose haben kann.
Es dauerte auch zwei ganze Jahre, bis das Röschen mit den kleinen, zartrosa Blütchen loslegte. Ich hatte sie am Rande unserer Terrasse gepflanzt, damit sie einen hässlichen, total verschnittenen Liguster verdeckt....
Was soll ich sagen, inzwischen hat sie nicht nur den Liguster, einen Hollunder und einen panaschierten Hartriegel erklommen, sondern macht sich auch an unserem Gartenzaun zu schaffen und ärgert unsere Nachbarn manchmal, wenn sie ihre Angelhaken auswirft...
Ich muss sie also jedes Jahr mit der Schere in ihre Schranken weisen, das ist eine ziemlich stachelige Angelegenheit.
Aaaber, wenn sie blüht, verzeiht man ihr einfach Alles, denn sie schäumt nur so von Blüten, die so wunderbar duften, dass man beim vorbeigehen unweigerlich stehen bleibt, und den Duft einsaugt...



Zur gleichen Zeit pflanzte ich auch den "Rambling Rector" ebenfalls eine sehr starkwüchsige Rose, die allerdings in weiß blüht. Auch sie duftet zur Blütezeit wunderbar und hüllt den Garten mit Duft ein. Sie wurde an einen alten Apfelbaum gepflanzt. Dort brauchte sie ebenfalls mehrere Jahre, um richtig in Schwung zu kommen. Aber dann konnte sie auch der härteste Winter und das trockenste Frühjahr nicht mehr stoppen:
Schließlich möchte ich euch noch "Albertine" vorstellen. Ein Rambler mit erstaunlich großen Blüten. Die farbe ist ein lachsrosa und der Duft unbeschreiblich! Auch sie blüht nur einmal im Sommer sehr üppig und wächst stark.
Der Rosenbogen an dem sie steht ist übrigens diese Woche dem Sturmtief Andrea zum Opfer gefallen. Aber es war sowieso ein Fehler, diese Rose an einen zarten Bogen zu pflanzen...Nun bin ich auf der Suche nach einem stabilen Rankgerüst, was solch ein Stachelmonster aushält.

Alle drei Ramblerrosen zeichnen sich durch Gesundheit, absolute Frosthärte und Starkwüchsichkeit aus. Ich kann sie euch absolut empfehlen, wenn ihr viiiiel Platz nach oben habt!

Mittwoch, 4. Januar 2012

Wildrosen

...und ihre Abkömmlinge will ich euch heute noch vorstellen.
Ich habe wieder drei meiner Liebsten aus dieser Kategorie ausgesucht.
Die Rosa Glauca, oder auch Hechtrose genannt, macht den Anfang. Sie blüht bereits früh im Juni mit ihren einfachen pinkfarbenen Blüten, die nicht sehr lange halten aber zu dem bläulichen Laub zauberhaft aussehen.
Wegen der Laubfarbe hat sie aber auch ohne Blüten einen hohen Zierwert und ist außerdem sehr robust und verträgt trockene Böden und harte Winter ausgezeichnet!
Sie bildet relativ schnell einen ausladenden großen Strauch, wenn man sie nicht beschneidet und eignet sich daher sehr gut für Grundstücksgrenzen oder als lebendiger Zaun.

Die zweite im Bunde ist die "Fritz Nobis". Eine Rosa Rubiginosa Hybride mit schönen mittelgroßen gut duftenden Blüten. Sie blüht wie alle Wildrosen auch nur einmal aber über einen relativ langen Zeitraum von ca. 6Wochen und bekommt am Ende der Saison schöne große runde Hagebutten. Auch sie wird recht groß, bei mir ist sie inzwischen auf 2x2Meter angewachsen. Ich liebe sie sehr, da auch sie super gesund ist und mit unserem trockenen Sandboden gut klar kommt. Sie braucht kaum Zuwendung und Pflege und blüht trotzdem jedes Jahr überschäumend üppig!
Kordes 1940


Meine dritte Wilde für heute ist "Golden Wings", eine Pimpinellifolia Hybride.

Der Name ist Programm, denn die zartgelben Blüten sind fast Handteller groß und wirken wirklich wie Schmetterlingsflügel. Sie bildet einen nicht zu großen Strauch und blüht in Schüben immer wieder nach, bis Oktober. Wenn man Verblühtes regelmäßig ausputzt. Wenn man sie lässt, bekommt sie sehr schöne große Hagebutten. Sie ist gesund und frosthart.
Shepherd, 1956


Vorboten

Wenn ein Garten jahrelang alleine vor sich hin wachsen kann, hat das nicht nur Nachteile. Es gibt nämlich zahlreiche Pflanzen, denen es gan...