Mittwoch, 6. November 2013

Mein neues Präriebeet entsteht!


In diesem Herbst habe ich mir die Bücher von Petra Pelz und Cassian Schmidt gekauft und studiert. Dabei ist mir die Idee gekommen, in meinem Garten auch ein Präriebeet zu gestalten. Der Platz war da. eine etwa 40m² große Fläche, die in der vollen Sonne liegt und bislang ziemlich verwahrlost war, weil es dort so trocken ist, dass es viele Stauden schwer haben.

Ich stelle mir ein Beet mit Pflanzen der amerikanischen Kurzgrasprärie vor, die Trockenheit gut tolerieren...
GG war schnell überzeugt, schließlich muss er diese Fläche schon mal nie wieder mähen!

Also, die meiste Arbeit war eindeutig das Abtragen der Grassoden....


und das anschließende wühlen nach Wurzelunkräutern...das war schon recht schweißtreibend.
Aber die Arbeit ist geschafft: 40 m² sind umgegraben.

Die ersten Gräser und Stauden aus meinem Bestand habe ich eingepflanzt, Blumenzwiebeln sind versenkt. Eine Lieferung vom Staudenversand kam letzte Woche, so pflanzte ich noch einige typische Präriestauden wie Monarda fistulosa und Penstemon. Außerdem ein paar schöne Gräser, wie Panicum virgatum 'Shenandoah' und das Sand- Liebesgras 'Bent'. Der Rest muss wohl bis zum Frühjahr warten. Aber eine Mulchschicht aus Gesteinsplitt kam noch auf die Fläche...

Nun sieht das Ganze so aus:


Von oben wirkt es gar nicht mal so groß...

Jetzt bin ich auf das neue Gartenjahr gespannt, wenn noch Echinacea pallida, E. paradoxa und Nassella tenuissima dazu kommen.... 

Montag, 4. November 2013

Berggarten Hannover

Hach, es ist schon November...jetzt wird es aber Zeit für letzte Herbstimpressionen.

Mitte Oktober war ich im Berggarten in Hannover.
Die große Barockanlage der Herrenhäuser Gärten ist ja vielen bekannt.
Dass sich direkt gegenüber ein wunderschöner Botanischer Garten befindet, eben jener Berggarten, ist nicht so verbreitet.

Bereits Mitte der 90er Jahre hat man dort einen Präriegarten angelegt, mit Pflanzen aus der Nordamerikanischen Kurz-und Langgrasprärie. Es wurde viel experimentiert, viele Pflanzen bewährten sich in unserem Klima nicht. Aber inzwischen ist der Präriegarten gut etabliert und nicht mehr so Pflege intensiv.
Ich zeig euch mal einpaar Bilder.
Nassella und Panicum Virgatum `Heavy Metal' geben den Ton an

Rudbeckia Triloba ist ein wahrer Massenblüher


Echinacea 'Tiki Torch'

Massen von Astern

Gräser...

Gräser...

Gräser, hier Stipa Gigantea






Sehr sehenswert ist auch der Staudengrund und die übrigen Staudenbeete...
Delphinium Elatum Hybriden


Silberkerze

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orientalischer Knöterich
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Biscorta 'Orange Fields' sehr beeindruckend in der Masse!
Dachbegrünung mal anders...mit Miscantus

Aster novae-angliae 'Purple Dome
`Krötenlilie



Ihr seht, eine Reise nach Hannover lohnt sich. Ich möchte auf jeden Fall noch mal hin zu anderen Jahreszeiten...

Sonntag, 13. Oktober 2013

Leuchtender Herbst

Jetzt weiß ich wieder, warum ich den Herbst so mag!
Nie sind die Farben im Garten und in der Umgebung leuchtender, ist das Licht subtiler....
Die Natur gibt wirklich noch mal Alles, bevor sie im Grau des Winters eine Pause einlegt.

Nach diesem fulminanten Sommer viel mir der Abschied ja erst ziemlich schwer...keine lauen Abende mehr, bei Wein und Kerzenschein auf der Terrasse, für mindestens ein halbes Jahr... die Selbstversorgung aus dem Garten ist nun auch erst mal vorbei...ja, Abschiede sind nicht leicht.

Aber der Herbst hat noch mal so viel zu bieten:
Die letzte Blüte der 'Reine de Violettes'


...der morbide Charme einer abgeblühten Hortensie

...das fulminante Farbfeuerwerk des wilden Weines


Gräser, die tatsächlich wie Diamanten blinken

wenn der Frost noch etwas wartet, macht die Rose 'Sebastian Kneipp' noch ein paar Blüten auf...

genauso die 'Palmengarten Frankfurt'

der Herr Jesus ist gefangen im Weinlaub ;-)





Außerdem will ich nicht verschweigen, dass ich immer noch massenweise Apfelmus koche und Trauben ernte...hach ja, eigentlich ist der Herbst doch sehr schön!

Montag, 30. September 2013

Rizinus communis...im Beet

Lange kannte ich Rizinus nur als Öl....zunächst als berühmt berüchtigtes Abführmittel, später brauchte ich es dann für meine Seifenherstellung, weil es den Seifen so einen schönen Schaum verleiht.

Vor ein paar Jahren viel mir die Pflanze dann in Gartenschauen auf und letztes Jahr hab ich mir dann selbst Samen gekauft und ein paar Pflanzen gezogen.Weil das so einfach geklappt hat und ich noch Samen übrig hatte, gab es dieses Jahr noch einen Nachschlag...

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie innerhalb weniger Monate aus einem Samenkorn solch eine Stattliche Pflanze werden kann.
Sie gibt meinem neu angelegten Blumenbeet gleich Struktur und einen vertikalen Hingucker.
 Die dunkelroten Blätter wirken imposant...
 und die roten Samenkapseln ziemlich exotisch...
Wer kleine Kinder im Garten spielen lässt, sollte auf diese Pflanze wahrscheinlich verzichten. Die Samen sind hochgiftig....aber ich mag sie trotzdem (die Pflanze...nicht die Samen).

Überhaupt, wenn ich mir überlege, welche Pflanzen so in meinem Garten wachsen...angefangen beim Fingerhut (Digitalis) über den Eisenhut (Aconitum) bis zur Eibe...da könnte man wahrscheinlich eine ganze Mannschaft mit ins Krankenhaus befördern... Also, bitte nur angucken, nicht probieren ;-)

Montag, 9. September 2013

Dahlienblüte in der Flora

Ende August war ich auf Kurzbesuch in Köln. Natürlich durfte eine Stipppvisite im botanischen Garten dort, in der Flora nicht fehlen!
Die Dahlienblüte befindet sich ja gerade in der Hochzeit.
Ich persönlich habe mir ja Dahlien im eigenen Garten abgewöhnt. Erstens, die Schnecken haben sie einfach zum Fressen gern und zweitens habe ich keine idealen Überwinterungsmöglichkeiten...

Aaaber in anderen Gärten schau ich sie mir einfach zu gerne an. Vor allem, wenn sie so vielfältig daherkommen, wie hier:
Eine kleine Bilderflut für euch:




Die Dunkellaubigen Sorten finde ich besonders schön. In Köln gibt es fast die gesammte Palette der 'Bishop'  -Sorten.






Wenn ich mir das so anschaue, sollte vielleicht doch die Eine oder Andere wieder in meinem Garten einziehen... ;-)

Vorboten

Wenn ein Garten jahrelang alleine vor sich hin wachsen kann, hat das nicht nur Nachteile. Es gibt nämlich zahlreiche Pflanzen, denen es gan...