Freitag, 29. Juni 2012

Hohe Sommerstauden ,die zweite

Besonders schön finde ich ja die Wiesenraute. Die gibt es in verschiedeen Wuchs- und Blütenformen.
Aber gemeinsam ist ihnen der filigrane Aufbau. Sie wirken niemals dominant, obwohl sie mit ihrer Höhe bis 1,8m sehr imposant sein können. Das merkt man aber erst auf den zweiten Blick.
Mein Liebling ist hier die blau-violette chinesische Wiesenraute (Thalictrum delavayi)
 Eine andere Variante ist die gelb blühende Wiesenraute (Thalictrum flavum ssp. glaucum)
Sie wird noch höher und hat vanillegelbe Puschelblüten.
Wiesenrauten mögen es gerne etwas feuchter und möglichst nicht in der prallen Sonne. Die gelbe wächst bei uns am Gehölzrand und die Blaue im Rosenbeet. Sie profitiert hier von den regelmäßigen Wassergaben, die ich dem benachbarten Rittersporn zukommen lasse.
Ansonsten sind Wiesenrauten anspruchslos, auch was die Nährstoffversorgung angeht.

Eine leider viel zu selten gepflanzte Staude ist der Riesenschuppenkopf (Cephalaria gigantea).  
Ja, ja, der Name klingt scheußlich, aber ich mag diese Pflanze sehr gern.

 Der Wuchs ist sehr sparrig und verzweigt, die Blüten sehen fast so aus wie Scabiosen, sind aber zartgelb.
Ich habe sie in unser Kiesbeet gepflanzt, und der trockene sehr sonnige Platz gefällt ihr gut! 
Außerdem mögen die Schnecken sie gar nicht ;-)

Seit drei Jahren wächst an unserem Gartentor ein Alant. Laut einer Gartenfreundin ein Riesenalant (Inula Magnifica), aber bei mir wird er nicht höher als 1Meter...
Oft wollte ich ihn schon ausgraben, weil er nie geblüht hat. Sondern immer schon vorher welk wurde. Die lange Pfahlwurzel lies mich abschrecken und ich hab ihn wachsen lassen. In diesem Jahr nun hat ihn der Trockene Platz gar nicht beeindruckt, sondern er ist gewachsen und hat nun seine gelben, großen Blüten geöffnet und ich bin begeistert!

 

Mittwoch, 27. Juni 2012

Hohe Sommerstauden, die Erste

Ich liebe ja hohe Stauden! Die können sich wunderbar mit meinen großen Strauchrosen im Beet verbinden oder setzen starke Akzente als Solisten im Beet.
Einige möchte ich hier vorstellen.
Zum Beispiel der wunderschöne Kandelaber Ehrenpreis (Veronicastrum virginicum).
Er ist eine imposante Erscheinung, ist auf unserem relativ nährstoffarmen Boden sehr standfest und blüht sehr reich und lange. Und das zarte blau-violett  finde ich einfach wunderschön.
Die Sorten "Alba" und "Rosea" sind bei mir noch nicht ganz so weit, werden aber auch etwa 1,3-1,5 Meter hoch.

Der Rittersporn ist ein weiteres Highlight im Staudenbeet.
Die langlebigsten Sorten sind übrigens die alten Foerster Sorten. Die sind auch sehr standfest und wenn man Glück hat, sähen sie sich aus. So wie meine Exemplare, die ich jetzt fleißig vermehre :-)
Man muss nur wissen, dass Rittersporn Babies und die jungen Austriebe im Frühjahr, ein Fest für Schnecken sind!
Gut, sie sind nicht schön...

aber die roten Wegschnecken müssen sich mit anderem Grün begnügen ;-)
Seit dem ich Schneckenkragen
benutze, bis die Pflanzen so groß sind, dass sie den Schnecken nicht mehr schmecken, klappt es auch in unserem Garten mit Ritterspörnern....

Samstag, 16. Juni 2012

A Rose is a Rose is a Rose

...diesem Satz von Gertrude Stein kann man momentan eigentlich nichts hinzufügen. Nur schade, dass es kein Duft Internet gibt, dann könntet ihr schnuppern, wie meine Rosen duften...es ist ein Traum!
Pauls Himalayan Musk

Mme Boll mit Hängesommerflieder

noch mal PHM, er ist einfach traumhaft...leider nur ca 3 Wochen lang

Duchesse de Montebello

Clematis integrifolia Juuli mit Ispahan

Fritz Nobis

Alchymist mit Clem. viticella Romantika

Der Mohn ist aufgegangen

Nach dem ich letztes Jahr so schöne Mohnsorten hatte, habe ich natürlich gehofft, dass sich ein Teil aussähen würde. Und tatsächlich, gestern erblühte die erste Seidenmohnblüte (Papaver Rhoeas).
Leider hat sich wohl der Rote Mohn durchgesetzt, dabei hatte ich überwiegend die weißen und rosa Sorten stehen lassen...naja, Mendel lässt grüßen. Ich finde die Farbe ja phantastisch, nur zu meiner purpurfarbenen Bayseys purple Rose passt die Farbe nicht so wirklich ;-)



Samstag, 9. Juni 2012

Die schönen Dunklen...

Rosen sind ziemlich schwer zu fotografieren. Irgendwie ist die Farbe real immer viel schöner ;-)

Bei Basyes´ Purple Rose zum Beispiel versuche ich schon seit Tagen ein gescheites Bild hin zubekommen...
Sie ist eine Wildrosenhybride mit Rugosablut und treibt bis zum Frost ihre sehr schönen sehr dunklen einfachen Blüten. Sie soll bis 1,5m werden, aber ich habe sie erst seit letztem Herbst, so dass meine noch ein Baby ist.



Das gleiche Problem hatte ich mit "Souvenir du Dr. Jamain". Dieses samtige Dunkelrot kann man kaum einfangen. Das schöne an dieser Rose ist, dass sie remontiert (daher der Name Remontant-Rose) Die Blüten sind groß und duften sehr gut!


Charles de Mills ist ebenfalls eine wunderbar duftenede Rose aus der Familie der Gallica Rosen. Die Blüten öffnen sich zu flachen sehr stark gefüllten Schalen. Mein Strauch ist noch klein und die Zweige hängen stark über. Ich werde sie im Sommer stark beschneiden, damit sie stabiler wird. Gallicas sollte man sowieso immer in Form schneiden, damit sie schöne Sträucher bilden.
 

Freitag, 8. Juni 2012

Meine "Straßenrosen" blühen

Das sind die Rosensträucher, die ich direkt an den Zaun zur Straße hin gepflanzt habe.
Sie haben ganz schön zu kämpfen, mit Wind und dem ausgelaugten Boden, der ihnen zur Verfügung steht.
Also kamen nur robuste Sorten in Frage, die aber auch schön groß werden sollen, denn als Sichtschutz müssen sie auch herhalten.
Zuerst kam die Alba Rose "Suaveolens" die lieblich Duftende...ja mit dem Duft ist das so eine Sache, ich habe ja den Verdacht, dass die Rosen bei uns nicht so den optimalen Duft entfalten können....
Aber robust ist sie, die Schöne:

Daneben wächst eine Rosa Multiflora, die inzwischen zu einem wahren Monster geworden ist und sich über unseren Zaun hermacht.

Leider hat sie dieses Jahr einen ziemlichen Frostschaden, so dass ihre weißen Miniblüten alle etwas krüppelig aussehen...

Als dritte im Bunde wächst dort noch eine Bourbon Rose "Honorine de Brabant".
Ich liebe diese wunderbare Rose wirklich. Sie wird recht ausladend, die Blüten sind weiß/rosa gestreift oder gefleckt, jede sieht anders aus.
Sie ist absolut frosthart, also sie hat auch an ihrem exponierten Standort nicht einen abgestorbenen Trieb.
Und sie duftet ganz herrlich. Dazu kommt noch, dass sie bis zum Herbst immer wieder nachblüht....also nur gute Eigenschaften.



Donnerstag, 7. Juni 2012

Unsere Wildwiese


 Im letzten Sommer und Herbst war ich ja Gartentechnisch außer Gefecht gesetzt, da ich ein neues Kniegelenk bekommen habe (nebenbei: ich bin froh und dankbar, dass die Medizin einem sowas ermöglicht und ich wieder mein geliebtes Gärtnern, ohne Schmerzen tun kann :-)).
Na ja, da war es so, dass unser 16jähriger Sohnemann für das Rasen mähen zuständig wurde. Er stöhnte dabei jedes Mal so laut über die große Fläche, dass mir der Gedanke kam, einen Teil des Rasens mal einfach der Natur zu überlassen und mal zu sehen, wie das ausschaut....
Sohnemann war froh, nun nicht mehr ganz soviel mähen zu müssen und in mir keimte die Neugierde.

So sah die Fläche im letzten Herbst aus.....

Dann kamen Zwiebelblumen in den Boden....
blühende Narzissen und Tulpen...

 



 Das sah im Frühling schon mal ganz nett aus...

 Aber im Moment ist die Wiese einfach zauberhaft! Witwenblumen und Sauerampfer haben sich schon ausgesäht und ich habe mich entschlossen, einfach mal abzuwarten, wie sich die Wiese weiter entwickelt. 
In Englands Gärten vielen mir die vielen Naturbelassenen Bereiche in den Gärten auf, die oft mit Beobachtungshäuschen für Vögel und Insekten ausgestattet waren. 
Solch ein Häuschen ist gar nicht nötig, die fleißigen Bienen und Hummeln und Meisen kann man auch so ganz gut beobachten und es brummt ganz wunderbar dort :-)


Mittwoch, 6. Juni 2012

Flashmob

heute mal nichts aus dem Garten. Ich habe gerade diesen Flashmob aus dem Wiener Westbahnhof gesehen und bin total begeistert.
Auch so kann man klassische Musik unters Volk bringen.
Dafür gibts Rosen für Alle


Montag, 4. Juni 2012

Geranium...


Als wir letztes Jahr auf unserer Englandreise in Wisley waren, fielen mir besonders die Beete auf, die im wunderschönsten blau leuchteten. Ich machte mich schlau, welche Geraniumsorte denn diese großen, leuchtend blauen Blüten hervorbringt und sah, dass es sich um das Geranium "Orion" handelte. Es soll sogar sehr lange blühen...also bestellte ich drei Pflänzchen bei der Gärtnerei meines Vertrauens und im August bekam ich sehr zarte Jungpflanzen, die ich an einen sonnigen Platz mit anderen Geraniümern und Rosen pflanzte. Jetzt blüht Orion in seinem sagenhaften blau und ich bin richtig verliebt in ihn...
Geranium Sirak mit Orion und Zierlauch

Freitag, 1. Juni 2012

Rosenrettungsaktion

Habt ihr schon mal mitten im Sommer vier große, historische Strauchrosen ausgegraben und an neuer Stelle eingepflanzt?
Ich musste diese Gewaltaktion gestern vollziehen.
Zur Geschichte: ich arbeite seit sieben Jahren in unserer hiesigen Pflegeeinrichtung. Bis vor zwei Jahren war ich überwiegend für die soziale Betreuung unserer Bewohner zuständig und habe in diesem Rahmen vor drei Jahren ein Duftbeet für und mit unseren Bewohnern angelegt.
Also historische Duftrosen, Lavendel,Katzenminze, Salbei usw.
Da aber ein so großer Personalmangel an Pflegefachkräften herrscht, bin ich seit über einem Jahr nur noch im pflegerischen Bereich eingesetzt und unser Beet wucherte fröhlich vor sich hin. Nun beschloss unsere Chefin: Das Beet muss weg....alles Bitten und Betteln, doch einen Gartentag im Monat zu machen und wenigstens die Rosen stehen zu lassen half nicht. Alles sollte raus. 
Mir blutete das Herz, als ich gestern Arme voller Rosenblüten abschneiden musste.
Aber unsere Bewohner freuten sich über die Rosensträuße in ihren Zimmern.
Dann gings an die Arbeit. Ferdinand Pichard, Mme Knorr, Reine Viktoria und Duschesse de Montebello wurden zusammengebunden, ausgegraben und sofort in ein Wasserfass gelegt. Dann habe ich mir für meine Schützlinge einen schönen Platz ausgesucht, gute Pflanzerde besorgt, Hornspäne, Kaffeesatz und Bananen ins Pflanzloch gegeben und ordentlich eingeschlämmt...nun heißt es Daumen drücken, ob sie es packen...

Duchesse de Montebello und Ferdinand Pichard sind bei mir gelandet, die anderen beiden bei zwei meiner Kolleginnen.
Dank des ausgiebigen Regens und der "Schafskälte" die momentan bei uns herrscht, finde ich ,dass die beiden ganz gut aussehen....




Vorboten

Wenn ein Garten jahrelang alleine vor sich hin wachsen kann, hat das nicht nur Nachteile. Es gibt nämlich zahlreiche Pflanzen, denen es gan...