Mittwoch, 31. Juli 2013

Wir waren auf der IGS in Hamburg!

Wir hatten gestern einen wunderschönen Tag auf der Internationalen Gartenschau Hamburg. Ich wollte schon lange hin, hatte aber erst jetzt die Gelegenheit dazu, obwohl Hamburg ja sozusagen um die Ecke liegt...

Aber naja, man braucht schon einen ganzen Tag Zeit. Den haben wir uns also gestern gegönnt. Ich muss sagen, mir hat es in großen Teilen gefallen, was ich gesehen habe.
Thema ist ja frei nach Jules Vernes "In 80 Gärten um die Welt". Und so präsentiert sich die Schau auch.
Alle Kontinente stellen sich mit typischen Gärten vor.  Dann gibt es die Welt der Häfen, hier werden die Länder vorgestellt, in denen Rohstoffe wie Seide, Baumwolle oder Tee angebaut werden.

Die Kulturlandschaften in der Umgebung Hamburgs haben sich auch in einzelnen Gärten vorgestellt. Hier mal ein Bild aus der Lüneburger Heide:

 In der Welt der Religionen haben alle Weltreligionen sich eingebracht. Ein schönes Projekt, wie ich finde.
Auch die neuen Ideen für Grabgestaltung haben mir zum Teil gut gefallen...


Der Rosenboulevardwar zur Hauptblütezeit bestimmt auch ganz nett, jetzt ist halt nicht soo viel mit den Röschen los...aber man kann ja nicht alles haben.

Für mich war der absolute Höhepunkt, die Staudenpflanzungen von Petra Pelz. Sie hat einfach eine ganz eigene Handschrift und ihre Beete wirken immer, wie natürlich gewachsen, obwohl ein sehr ausgeklügelter Plan dahinter steht. Es war ein Genuss,durch  ihren Garten zu streifen!





Es gab auch sehr abgedrehte Projekte, aber die gibt es ja auf jeder Gartenschau. Ich finde, ein Besuch lohnt sich und toll finde ich dass der Stadtteil Wilhelmsburg, ein Schmelztiegel der Nationen und ein echter  Problemstadtteil, durch die Schau Beachtung findet und der Inselpark anschließend für die dort lebenden Menschen als Freizeit- und Naturgelände erhalten bleibt.

Übrigens sind auch die neuen Wohnhäuser, die dort im Rahmen der Bauausstellung entstanden sind, sehr sehenswert :-)
Fahrt mal wieder nach Hamburg!

Sonntag, 14. Juli 2013

Besuch im Rosenpark

Gestern war wieder ein wunderschöner Sommertag!
Was liegt da für eine Rosenverrückte näher, als sich den Tag zu krönen mit dem Besuch eines Rosariums?

Also habe ich mir eine gute Freundin als Begleitung geschnappt, den Picknickkorb gefüllt und mich auf den Weg ins etwa 65 Km entfernte Dorf Labenz in Schleswig Holstein gemacht.

In Labenz angekommen, durften wir als erstes den Garten von Cordula besuchen. Es war eine Freude zu sehen, was sie in den 2 Jahren, in denen sie hier gärtnert bereits zu Wege gebracht hat. Sie hat und Pflanzen gezeigt, von denen ich bislang noch nie was gehört habe...und mir völlig unbekannte Rosen in wunderschönen Purpurtönen.... Liebe Cordula, es war mir ein Vergnügen ,dich und deinen Garten kennenzulernen.

Als wir dann in den L'age bleu Rosenpark kamen, hat mich diese Farbenpracht und Vielfalt an Pflanzen schier umgehauen.
Die Wegbereiterin, Raphaela Langenberg hat hier wirklich ein einzigartiges, wunderbares Projekt in die Realität umgesetzt.
Sie war auch gestern den Ganzen Tag am Schneiden, krauten und Mulch schippen....bei der Hitze und dem riesigen Areal, eine Mammutaufgabe.
Also Aufgepasst, hier kommt eine kleine Bilderflut für euch...
 Auch wenn ein großerTeil der alten Rosen schon verblüt ist, ist trotzdem eine wunderbare Farbenpracht zu sehen. Lilien geben ihr Bestes...
 Der prächtige Rittersporn leuchtet in seinem unvergleichlichen Blau.




 Viele Rosen, wie hier die Bourbon Rose "Variegata Bologna" blühen immer noch unermüdlich.











 Der riesige Federmohn gibt den gelben Beet einen ruhigen Hintergrund.
Phlomis Russeliana

das gelbe Beet


das feurige Beet mit modernen Rosen und Steppenkerzen

Üppig blühender Laubengang mit Ramblern

rosa Rabatte mit Spornblumen

immer wieder LIlien


Was mir besonders gut an diesem Rosarium gefällt ist die gelungenen Kombination mit Stauden. Die Rose wird nicht isoliert ausgestellt, sondern immer mit Begleitern präsentiert. Das ist einfach sehr sehr gelungen und sehr gut durchdacht.
Natürlich bin ich auch nicht ohne Rose nach Haus gefahren. Eine "Great Western" die schon lange auf meiner Wunschliste stand kam mit in die Heide :-)
Außerdem diverse Sämlinge von Pflanzen, die sich auf den dortigen Wegen ausbreiten, die darf man als Besucher nämlich mitnehmen. Es stehen sogar extra Töpfchen und Erde für die Findelkinder bereit.
Raphaela beglückte meine Freundin auch noch mit ein paar Jakobsleitern, die sie gerade aus dem Beet entfernte.
Also, wenn ihr Glegenheit habt, nach Labenz zu kommen, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall! Ein besonderer Ort, in dem die Welt ein paar Stunden draußen bleiben kann.

Mittwoch, 3. Juli 2013

Lieblingsclematis...

Clematis viticella 'Royal Velour' in der Rose 'Albertine'

...habe ich überhaupt eine Lieblingsclematis?
Hm...eigentlich liebe ich immer die besonders, die gerade blüht.
 Im Mai ist es zuerst die Alpina, dann kommt die Clematis Montana mit ihrer überschäumenden, duftenden Blütenfülle....
und jetzt sind die Staudenclematis, die Viticellas und die Clematis texensis dran...da fällt die Auswahl wahrlich schwer.

Die Staudenclematis sind wunderbare Rosenbegleiter.
Clematis integrifolia 'Juuli'
Clematis 'New Hendersonii'

 Sie stören beim jährlichen Rückschnitt überhaupt nicht, da man sie ja im Winter eh ganz knapp überm Boden abschneidet, haben eine lange Blütezeit, sind gesund und haben fast die gleichen Bodenansprüche, wie die Rosen. Außerdem ist ihr blau oder violett die ideale Farbe, um das weiß, rosa, gelb oder apricot der Rosen noch zu unterstreichen.


Genau so gesund sind die texanischen Clematis. Da unser Garten nach Süden ausgerichtet ist, kommen mir immer mehr Texanerinnen in den Garten. Sie lieben nämlich Sonne und Hitze. An einer Südhauswand, wo so manches andere Gewächs schlapp macht, kommen sie erst richtig in Fahrt.

Meine erste und wohl die Bekannteste ihrer Art ist Princess Diana
Princess Diana

Sie blüht von Ende Juni bis Oktober in einer sagenhaften Fülle.

Dieses Frühjahr ist noch die Clem. tex.'Odoriba' eingezogen.

Deren Glöckchen etwas kleiner und blasser sind. Ich hoffe, sie entwickelt sich genau so üppig.

Zu meinen ganz besonderen Lieblingen zählen aber auch die italienischen Waldreben, Clematis viticella.  Sie sind ebenfalls sehr gesund, leiden nicht unter der gefürchteten Clematiswelke und sie sind sehr anpassungsfähig, was den Standort angeht. Von Halbschatten bis volle Sonne wird alles toleriert. Nur zu trocken sollten sie nicht stehen. Dann werden die Blüten sehr klein und spärlich ausfallen...alles schon probiert ;-)
eine meiner üppigsten viticellas: Romantika



'purpurea plena elegans'
'Jorma'
'Royal Velour'

So, das war mal eine kleine Auswahl...ich glaube ich liebe sie Alle!

Vorboten

Wenn ein Garten jahrelang alleine vor sich hin wachsen kann, hat das nicht nur Nachteile. Es gibt nämlich zahlreiche Pflanzen, denen es gan...